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BILDER VON DER OSKAR-VERLEIHUNG IM RHEINFORUM AM 21. OKTOBER 2006

 

Wir haben gewonnen!

 

Die Bürgerstiftung der Stadt Wesseling rief im Frühjahr die Bürger der Stadt auf, Menschen zu benennen, die Herausragendes für Wesselinger leisten.

 

Unter 81 Vorschlägen wurden 15 nominiert, 7 haben einen Leistungs-Oskar gewonnen.

 

Wir, das Team der Kita Regenbogen, haben den Oskar für unsere Kooperation mit den Senioren vom CBT-Haus St. Lucia und anderen Senioren, die uns auf vielfältige Weise unterstützen, erhalten .

 

Bilder zum Vergrößern bitte anklicken!

 

Ergänzend zu dieser Seite finden sie weitere Berichte unter

Bildung, Kooperation.

 


Im folgenden ein Presseartikel von der Homepage der Bürgerstiftung über die Oskar-Verleihung 

 
Verleihung der Leistungsoskars - Werbekurier
25.10.2006

Von Montserrat Manke

"Sie haben Werte und sind Vorbilder"

Wesseling. Festliche runde Tisch mit Damasttischdecken und zartrosa Rosen als Tischschmuck, blitzendes Besteck, ein erlesenes Menü, romantische Kerzen, gedimmtes Licht, ein roter Teppich vor der Bühne und Scheinwerfer: Die erste Oskarnacht im Rheinforum war elegant in Szene gesetzt worden.
Monatelang hatten die "Macher" von der Bürgerstiftung Wesseling an dem festlichen Abend geplant, schließlich sollte mit dem Fest ein neuer glamouröser Meilenstein in der Wesselinger Gesellschaft gesetzt werden. Und - um es gleich vorweg zu nehmen - es ist gelungen: Das war die beste Veranstaltung in der Stadt am Rhein seit Jahren. Zumindest dieses war der Tenor der rund 180 Gäste.

Aber es ging ja auch um was: In fünf Kategorien wurde der "Leistungsoskar" der Bürgerstiftung verliehen, darüber hinaus gab es einen Oskar, der für das Lebenswerk verliehen wurde. Durch das rund dreistündige Programm führte der Kölner Günter Leitner, der - dem Abend angemessen - einen schicken Gehrock trug und souverän moderierte. "Heute Abend geht es um Menschen, die leisten, was die Gesellschaft benötigt. Sie haben Werte und sind Vorbilder", erläuterte im Vorfeld Matthias Franzke, Vorsitzender der Bürgerstiftung.

Aus über 80 Vorschlägen, die die Wesselinger Bürgerinnen und Bürger bei der Stiftung eingereicht hatten, musste die Jury wählen, und es war sicher nicht einfach: Bis auf die Kategorie "Lebenswerk" und "Wesselinger des Jahres" gab es jeweils drei Nominierte. Sie alle wurden - ganz dem großen Vorbild aus Hollywood entsprechend - multimedial vorgestellt, bevor Leitner die Entscheidung bekannt gab und die Geehrten mit "Standing Ovations" im Scheinwerferlicht auf die Bühne kamen.

Den ersten Oskar (Kultur) erhielt der Musiker Mike Herting. Er hatte sich bei der Jury gegen den Künstler Otto Scholtes und das Comic-Genie Martin Perscheid durchgesetzt. "Ich musste erst mal 30 Jahre alt werden, um zu begreifen, dass das was ich mache, Leistung ist", grinste Herting, der unter anderem als Komponist für den Welthit "New York, Rio, Tokio" aus den 80er Jahren verantwortlich ist. Herting arbeitet seit 1998 als Gastdirigent, Komponist und Arrangeur der WDR-Big-Band, ist einer der Miterfinden von "Live im Lessing" und macht regelmäßig bei den Leverkusener Jazztagen mit.

Danach wurde es richtig feierlich - es folgte die Kategorie "Lebenswerk": Leitner sprach von einem "der bedeutendsten Künstler der Nachkriegszeit" und was sakrale Arbeiten angeht, hat Leitner sicher recht. Der Wesselinger Künstler Paul Nagel wurde mit der aus einem Rheinkiesel, Gold und künstlich gerostetem Edelstahl in Handarbeit gefertigten Skulptur für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Gerade erst war Nagel aus Rom gekommen, wo der Papst seine Edith-Stein-Statue am Petersdom geweiht hatte (wir berichteten). Nagel sei jemand, der das Gesamtkunstwerk Kirche gestalte.

Weiter ging es mit der Kategorie Sport und da hatten es die beiden Nominierten Andre Sommer (9 Jahre, einer der erfolgreichsten Nachwuchsschwimmer seiner Altersklasse in Deutschland) und Christine Knopp (aufopferungsvolle Betreuerin des Mädchenfußballs der Spielvereinigung Wesseling) natürlich sehr schwer gegen diesen Kandidaten: Günter Nett, seines Zeichens 35 Jahre Trainer der Leichtathletikabteilung des TuS Wesseling. Logisch ging der Oskar an Nett, der "Generationen von Wesselinger Jugendlichen sportlich aktiviert" habe. Und er war es, der die berühmte Wesselinger Mannschaft für "Spiel ohne Grenzen" zusammen gestellt hatte. Wie die vor ihm Geehrten war auch Nett sichtlich stolz auf seinen Preis, den er - wie alle anderen Preisträger - aus der Hand eines Sponsors erhielt.

"Wir würden gerne mit der kompletten Band spielen, aber dann würde dem ein oder anderen der Hummer von Teller fliegen", schmunzelte Klaus Opree, der mit seiner Band Undercover in der Kategorie Soziales auf der Liste der Nominierten stand und drei Songs zum besten gab. Die Rockband veranstaltete im Mai ein Benefizkonzert für den Wesselinger Jörg Streese (wir berichteten), der im Rollstuhl sitzt und dringend ein so genannten "Hand Bike" (ein spezieller Rollstuhl) benötigte, um mehr Bewegungsfreiheit zu haben. 4000 Euro kamen bei dem Konzert zusammen, und Jörg, der zurzeit wieder im Krankenhaus liegt, bekam sein Bike.

Neben Undercover waren Margit Knaust und die Gymnasiasten Johannes Grimm (18), Dennis Glogau (20) und Tony Grzyb (18) nominiert. Knaub kam vor 20 Jahren nach Wesseling und kümmerte sich um ihre nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmte Schwiegermutter und übernahm nach deren Tode Patenschaften in einem Altenheim in Rodenkirchen. Auch vom Tode ihres Mannes sowie dem Unfalltod ihres Sohnes ließ sie sich von ihrem sozialen Engagement nicht abhalten, betreut heute ihre 91-Jährige Mutter und hilft ausländischen Mitbürgern bei Behördengängen.

Die drei jungen Männer betreuen seit 1999 ihren Mitschüler Marcel Adams, der nach einem Unfall (er wurde am Entenfang von einem Auto erfasst) querschnittgelähmt ist. Sie helfen ihm in der Schule, zeigen für ihn auf, blättern um, und nehmen Marcel überall mit hin. Das Engagement von Knaust, Grimm, Glogau und Grzyb fand die Jury dergestalt beeindruckend, dass kurzerhand einfach alle vier ausgezeichnet wurden. Damit konnten auch die Jungs von Undercover leben: "Euer Applaus ist uns Auszeichnung genug", meinte Opree schon im Vorfeld.

"Forschung und Wissenschaft" hieß die nächste Kategorie und hier waren mit Daniel Hegemann, Christian Weigel und Christian Grozescu drei Schüler des Käthe Kollwitz Gymnasiums nominiert. Den Preis heimsten schließlich die beiden Christiane ein, die mit ihrem "Lotus-Effekt" Landessieger bei "Schüler experimentieren" wurden. "Wir hatten keine Lust zu spülen, und da fingen wir an zu experimentieren", so Grozescu zum Auditorium. Beim Lotus Effekt handelt es sich um ein Material, an welchem - ähnlich den Blättern der Lotusblüte - Wasser einfach abperlt.

Zum Schluss schließlich wurde der Oskar für den "Wesselinger des Jahres" verliehen. Und der ging an gleich ganz viele Wesselinger - nämlich Ursula Jürgens und ihr Team von der Kindertagesstätte Regenbogen. Hier nämlich findet eine ganz besondere Beziehung zwischen Alt und Jung statt: Die Kinder besuchen regelmäßig die Senioren vom CBT-Haus St. Lucia und an St. Martin werden die älteren Menschen in die KiTa eingeladen.

Es sei einer dieser üblichen Termine gewesen, berichtete Frau Jürgens, als die Kinder im Seniorenheim gesungen haben. Dort stubste eine Frau im Rollstuhl ein Kind mit ihrem Stock an und das Kind erschrak: "Da dachte ich mir, wir müssen etwas unternehmen", sagte Frau Jürgens. Denn viele Kinder würden gar keine Großeltern mehr haben, und Ältere als Teil der Gesellschaft nicht mehr wahr nehmen. "Leider sind unsere Hauptdarsteller - die Kinder und die Senioren jetzt schon im Bett, doch ihnen gilt unser ganzer Dank", schloss Frau Jürgens ihre Dankesrede.

Quelle: http://www.werbekurier.de

 

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